
Pressestimmen
WIDERSPRUCH 61
Diktatur der Finanzmärkte, EU-Krise und Widerstand
Eine europäische Krisenrundschau
... Aber im Zentrum des Heftes steht, was auch die aktuellen Schlagzeilen bestimmt: Euro-, Banken-, Wirtschaftskrise und das hilflos wirkende politische Krisenmanagement. Stärker als in anderen Medien werden hier aber Aspekte wie die Schwächung der Demokratie, die Entwicklungen bei Einkommen und Vermögen oder die oft geradezu tragische Rolle der Gewerkschaften beleuchtet. ...
Rezension von Hans Steiger im P.S. vom 2. Februar 2012
Diktatur der Finanzmärkte, EU-Krise und Widerstand:
Aktueller als dieser in der Schlagzeile genannte hätte ein thematischer Schwerpunkt angesichts der gravierenden - und wie im Fall Griechenland auch dramatischen - Entwicklungen nicht gewählt werden können. Die Beiträge dazu im neuen Heft der in Zürich erscheinenden Halbjahresschrift Widerspruch beleuchten ausgewählte Aspekte der aktuellen Krisendynamik: internationale Finanzmärkte, EU-Wirtschaftsregierung und EU-Verfassung, Reichtum und Verarmung, Finanztransaktionssteuer und Rohstoffgeschäft, Geschlechterdemokratie und Gewerkschaftspolitik in Europa. ...
hier geht es zur Rezension in der Junge Welt vom 13.2.2012
Plädoyer für einen EU-Beitritt
SP-Nationalrat Hans-Jürg Fehr fordert im neusten «Widerspruch» den Beitritt der Schweiz zur Europäischen Union. Leider bleibt er bei der Begründung dafür in konservativem Gedankengut stecken. ...
Lesen Sie den Beitrag in der WoZ vom 22.3.2012
Leider weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit erscheint in Zürich zweimal jährlich die Zeitschrift «Widerspruch». … Die 61. Ausgabe des «Widerspruchs » ist dem Thema «Diktatur der Finanzmärkte, EU-Krise und Widerstand» gewidmet. Neben Marxisten wie Joachim Bischof kommen auch wachstumskritische Keynesianer wie Werner Vontobel zu Wort: Die Schulden der einen sind die Vermögen der anderen, weil die Saldi volkswirtschaftlich immer auf Null aufgehen. Die Unternehmen machen zu hohe Gewinne. Umgekehrt müssen sich die privaten Haushalte und Staaten zu stark verschulden. Dies alles, weil die realen Zinsen höher sind als das reale Wachstum pro Jahr. Vontobels etwas pathetische Schlussfolgerung: «Am Ende der Durststrecke liegt das Ende der Marktwirtschaft … Zeit, dass die Ökonomen endlich das Handwerk lernen.»
NZZ am Sonntag, 25.3.2012
Diktatur der Finanzmärkte, EU-Krise und Widerstand
Da das Thema verflochten und somit auch kompliziert ist, zudem wohl kaum ein Thema soviel Ideologie mit sich bringt, braucht es sehr viel Geduld und Ausdauer durch all die fünfzehn Beiträge sich durchzulesen. Doch es lohnt sich und der Leser bekommt sehr viel Wissen und Übersicht mit. ...
Al Imfeld in Neue Wege, 4-2012
Keine Krise der Krisenliteratur
Die Zeitschrift Widerspruchaus der Schweiz hat sich in den letzten Jahren
mehrmals den Folgen der Finanz- und Weltwirtschaftskrise gewidmet und das in einer Themenbreite, die für ein Printerzeugnis aus einem Nicht-EU- bzw. Euroland erstaunlich ist. Die aktuelle Nummer von mehr als 200 Seiten geht in 15 Beiträgen auf die Eurokrise und die Herrschaft der Finanzmärkte ein. Gleich mehrere Beiträge diskutieren die wirtschaftspolitische und autoritäre Zurichtung der EU im Zuge der Eurokrise durch die Troika aus EU, EZB und IWF und geben zusammen einen sehr guten Überblick über das europapolitische Regime der autoritären Stabilisierung.
Die Nummer 61 des Widerspruchs liefert einige interessante, kritische Analysen der neuesten Entwicklungen in der EU. ... Einer eingehenderen Analyse bedürfte der Umstand, dass alle EU-kritischen Autoren die Intergration als solche befürworten, obwohl die kritisierten Entwicklungen kaum Unfall, sondern Ausdruck kontinentaler Strukturen sind. Sie bevorzugen – auch wenn sie formal demokratischer organisiert wären – strukturell Multis und Wirtchaftsverbände zu lasten aller anderen Akteure und der Bevölkerungen.
